Spätestens seit der Einführung der Telefonkarten ist die Chipkarte als Zahlungsmittel allgemein bekannt.
Weniger bekannt ist hingegen, dass Chipkarte nicht gleich Chipkarte ist. Es existiert hier eine fast unüberschaubare Anzahl von unterschiedlichen Chips mit unterschiedlichen Eigenschaften. CashCard setzte bis
zum Jahr 2005 den weitverbreiteten Chip SLE 4442, entwickelt von Siemens, als Basis für das Chipkartensystem ein. Dieser Chip bot einen einfachen Kopierschutz, war robust und zudem aufgrund der
Verbreitung auch preisgünstig. Mit dem Aufkommen der kontaktlosen Kartentechnologien wurde der kontaktbehaftete Chip nach und nach verdrängt und spielt heute nur noch im Bereich der Speicherkarten und SmartCards
eine Rolle. Zwischenzeitlich ist der Chiptyp SLE 4442 nicht mehr lieferbar (es gibt allerdings Ersatztypen).
Die Chipkarte SLE4442 sperrt sich selbst, wenn 3 x ein Schreibzugriff auf die Karte erfolgt,
ohne dass der Sicherheitscode für den Zugriff richtig übermittelt wurde. Dies schützt die Karte wirksam vor Manipulationsversuchen. Der Zugriffscode hat eine Länge von 3 Bytes, somit sind 256 x 256 x 256, also
insgesamt 16777216 Kombinationen möglich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand zufällig den richtigen Code verwendet.
Der Vorteil der Chipkartenlösung lag in einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis, in der Wartungsfreundlichkeit der
Lesegeräte und der Kopiersicherheit der Karten gegenüber Systemen mit Magnetkartenleser. Auf der Basis der kontaktbehafteten Chipkarte lohnte sich erstmals die
Investition in ein bargeldloses System bei kleinen Anlagen.
Ein Nachteil von Chipkarten ist deren Empfindlichkeit, wenn die Karte im Bereich des Chips
abgeknickt wird. Dies führt in der Regel zur Zerstörung des Chips. Eine Rekonstruktion der Kartendaten direkt vom Chip ist dann meist nicht mehr möglich. Allerdings ist die Chipkarte
bei weitem nicht so empfindlich, wie häufig behauptet wird. Im Normalfall sind bei modernen Chips weder die statische Aufladung noch die Verschmutzung des Chips ein ernsthaftes
Problem. Die Ausfallquote der kontaktbehafteten Chipkarte liegt nach unseren Erfahrungen zwischen der Ausfallquote von Magnetkarten und der von kontaklosen Chipkarten.
Für Neuanlagen setzen wir keine kontaktbehafteten Chipkarten mehr ein. Bestandskunden
können aber nach wie vor Chipkarten mit CashCard Logo beziehen (wie oben abgebildet). Blanko Karten sind nicht mehr vorrätig.