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05. Oktober 2009. Grosser Andrang in der neuen Mensa im Bildungszentrum Bad Waldsee. Bereits am ersten Tag sind alle Mensakarten vergriffen. Von insgesamt
2000 haben bereits mehr als 1000 Schüler die CashCard beantragt. Während man sich anfangs auf etwa 150 Mittagessen eingestellt hatte, erwartet man nun bereits 400 Schüler und Lehrer am Mittagstisch. Hauptamtsleiter
Alfred Maucher ist begeistert.
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Löwe oder Bär? So die erste Frage von Frau Brigitte Czöndör von der Koordinationsstelle an den zukünftigen Karteninhaber.
Während die Bären eher ein Schattendasein fristen, haben sich die Löwen zum Gadget entwickelt. Wer dazugehören will, braucht eine Löwenkarte. Bereits eine Woche nach Ausgabe
der ersten Datenträger muss Projektleiter Sven Holzhofer vom Hautamt Bad Waldsee Löwenkarten nachordern. Bei den Karten handelt es sich um kontaktlose Datenträger vom Typ Mifare. Diese robusten und weltweit verbreiteten Karten
arbeiten mit RFID-Technik und müssen beim Zahlungsvorgang lediglich kurz vor das Lesegerät gehalten werden, schon erfolgt die Abbuchung. Das berührungslose Zahlungssystem
arbeitet nicht nur schnell und verschleissfrei sondern verringert auch die Gefahr der Übertragung von Viren und Bakterien, was im Zeitalter der Hygieneverordnungen und der
Schweinegrippe ein nicht zu vernachlässigendes Argument darstellt. Für die Karten konnte sogar ein Sponsor gefunden. Die Thüga Energienetze GmbH unterstützt das Kartenprojekt großzügig.
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Um Folgekosten durch Netzbetreiber und weiteren Verwaltungsaufwand zu vermeiden, hat man sich entschlossen, die Aufwertung der Karten mit
Bargeld durchzuführen. Schüler oder Eltern können die Karten mit Banknoten oder Münzen an einer Aufladestation aufladen. Als Nachweis druckt das Gerät automatisch einen Beleg aus,
der dann den Eltern vorgelegt werden kann. Das Gerät ist sehr einfach zu bedienen und wurde speziell für die Grundschüler in einer kleineren Version geliefert, so dass auch diese
Nutzergrupppe bequem alle Bedienteile erreichen kann. Durch die tägliche Leerung, den speziellen Sicherheitsschrank und eine Alarmsicherung ist die Gefahr von Vandalismus oder Aufbruch minimal.
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Im Mittagsbetrieb ist insbesondere die schnelle und zuverlässige Abwicklung der Zahlungsvorgänge von Bedeutung. Durch die bargeldlose Zahlung wird der
Zeitbedarf pro Vorgang auf 5 bis 10 Sekunden reduziert. Warteschlangen vor der Zahlstation sind kein Problem mehr. Wesentlich ist neben der optimierten grafischen Software aus dem Hause CashCard natürlich auch die
bedienerfreundliche IBM Datenkasse mit einem Infrarot Touch-Screen neuester Bauart. Neben der schnellen und hygienischen Abwicklung von Zahlungsvorgängen
bietet das System noch weitere Vorteile. So können z.B. unterschiedlichen Personengruppen verschiedene Rabatte und Zuschüsse gewährt werden. Soeben wurde vom Gemeinderat beschlossen, dass Familen mit
mindestens drei Kindern einen Familien-Nachlass in Höhe von 20% erhalten sollen. Darüber hinaus erhalten sozial benachteiligte Schüler auf Antrag einen Zuschuss in Höhe von 50% des normalen Essensbetrages. Natürlich
muss dabei auch gewährleistet sein, dass Mitschüler den Zahlbetrag an der Kasse nicht einsehen können. Aus diesem Grund wird nach der Aktivierung des sog. “Sozialmodus” die Anzeige der Preise und des
Zahlbetrages an der Datenkasse unterdrückt. Darüber hinaus bietet das System natürlich eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Abrechnung und Auswertung der Kantinenerlöse. Bleibt zu fragen, wieso denn CashCard
und kein anderes System? Projektleiter Sven Holzhofer: “Wir haben das System in Ravensburg gesehen und dort war man offensichtlich sehr zufrieden”.
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