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Geldkarte

BildDie Geldkarte

    EC-Karten tragen zusätzlich zum Magnetstreifen einen Chip, der bei der Bank mit einem Guthaben aufgeladen werden kann. Das aufgewertete Guthaben wird dem Bankkonto des Kunden belastet und kann dann innerhalb des Gültigkeitszeitraumes der Karte für das Bezahlen von Kleinbeträgen wie Parkgebühren oder Automatenware verbraucht werden.

    Zum Betrieb eines Systems mit der Geldkarte wird für jedes Endgerät eine sogenannte Händlerkarte benötigt, auf der die Bankverbindung des System-Betreibers gespeichert ist und die es ermöglicht, dass Kartenumsätze dem so genannten "Händlerkonto" gutgeschrieben werden. Die Händlerkarte bekommen Sie auf Antrag bei Ihrem Kreditinstitut. Die einzelnen Transaktionen werden in einem speziellen Datenformat auf dem Geldkartenmodul gespeichert. Damit die Kartenumsätze Ihrem Händlerkonto gutgeschrieben werden können, müssen diese ausgelesen und der sogenannten "Evidenzzentrale" übermittelt werden. Die der Evidenzzentrale übermittelten Daten (BZAHL Dateien) sind verschlüsselt und werden von der Evidenzzentrale auf Richtigkeit geprüft.

    CashCard erhielt Anfang 1999 im Rahmen unseres Pilotprojektes bei der Landesbank Baden-Württemberg als erster Hersteller vom ZKA (zentraler Kreditausschuss) eine Zulassung für ein Automatenterminal, welches an alle Automaten mit den weit verbreiteten Schnittstellen Executive und BDV angeschlossen werden darf. Insgesamt wurden 125 Verkaufsautomaten installiert und komplett vernetzt. Während der Datenabruf und die Einreichung der Daten weitgehend störungsfrei funktionierte, gab es leider immer wieder Probleme mit den Kartenchips und mit den Lesegeräten. Verschmutze Kontakte und Kondensat führten hier immer wieder zu Störungen und zu hohem Wartungsaufwand. Das Projekt wurde daher im Jahr 2008 eingestellt. Die Automaten wurden auf kontaktlose Datenträger umgestellt. Nach diesen Erfahrungen bieten wir Systeme auf der Basis der Geldkarte derzeit nicht mehr an.

    Der Vorteil der Geldkarte für den Systembetreiber liegt darin, dass keine Kosten für die Karten und das Karten-Handling anfallen, da dies durch die Hausbanken der Kunden erledigt wird. Zudem werden keine Aufwertgeräte benötigt. Allerdings ist somit auch die Aufwertung der Karten im eigenen Haus nicht unbedingt möglich. Außerdem können nur auf Umwegen systembezogene Daten auf der Karte gespeichert werden, so dass bestimmte Funktionen des CashCard-Systems nicht ohne weiteres nutzbar sind (insbesondere die Bildung von Benutzergruppen und Preislisten, die Bezuschussung und die Pfandrückgabe). Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Geldkarte auch mehr als 10 Jahre nach der Einführung nur von einem geringen Teil der Bevölkerung tatsächlich genutzt wird. Es bleibt abzuwarten, bis auch hier ein kontakloser Chip eingeführt wird. Dann könnte die Geldkarte eventuell wieder interessant werden und an Bedeutung gewinnen.