Die
Mifare(R) Classic Technologie ist derzeit die weltweit
erfolgreichste Plattform für multifunktionale Anwendungen und zeichnet sich insbesondere durch einen guten Kollisionsschutz (zur Vermeidung von Problemen, wenn sich mehrere Karten gleichzeitig im Feld
befinden) und einfache Handhabung bei der Integration von Anwendungen verschiedener Hersteller auf einer Karte aus. Mifare-Karten sind durch die hohen Produktionszahlen etwas günstiger als andere Technologien.
Mifare-Karten verfügen bereits im Auslieferungszustand über 16 unabhängige Segmente
mit jeweils eigenen Zugriffsberechtigungen, von denen CashCard nur einen benötigt. Somit können auf einer Karte bis zu 15 verschiedene Anwendungen realisiert werden (Das erste Segment ist reserviert). Die zu übertragenden Daten werden mit dem proprietären CRYPTO1-Algorithmus verschlüsselt. Jedes Kartensegment kann mit jeweils 2 unabhängigen 48-bit Schlüsseln (Key A und Key B) gegen unbefugtes Lesen oder Schreiben geschützt werden. Das erste Kartensegment enthält neben einer Unikatsnummer (32 bit) das MAD (Mifare Applikation Directory) ind dem alle auf der Karte angelegten Anwendungen verzeichnet werden können.
Bei kontaktlosen Chipkarten (RFID-Technologie) befindet sich der Chip im Inneren der Karte und wird
nicht von der Leseeinheit kontaktiert. Der Datentausch erfolgt im Prinzip über Radiowellen, über die der Kartenchip während des Vorgangs auch mit Energie versorgt wird. Die Karte benötigt somit, obwohl sie nicht
kontaktiert wird, keine Batterie. Dies ist das eigentlich geniale an den kontaktlosen Karten. Die Übertragung der Signale erfolgt einer festen Trägerfrequenz von 13,56 MHz. Mifare-Karten müssen für den
Schreib-/Lesevorgang nicht unbedingt in ein Lesegerät eingegeben werden. Es genügt, die Geldbörse, in der sich die Karte befindet, an den Leser zu halten. Da der Schreib-/Lesevorgang sehr schnell erfolgt, sind
kontaktlose Karten insbesondere für Schnellkassen sehr gut geeignet. An Verkaufsautomaten sehen wir in der Regel dennoch einen Einschub für die Karte vor, da es teilweise unbequem sein kann, Automaten mit nur
einer freien Hand zu bedienen (mit der anderen Hand muß ansonsten die Karte vor den Leser gehalten werden).
In einer kontaktlosen Karte befinden sich ein Chip und eine Antenne. Der Chip liegt geschützt im Inneren der Karte und ist von außen nicht
zugänglich. Wird die Karte im Bereich des Chips stark geknickt, so kann die Antenne vom Chip abbrechen und die Karte dadurch zerstört werden. Wie empfindlich die Karte auf Knicken reagiert hängt
weitgehend von der bei der Kartenherstellung eingesetzten Technologie und vom Kartenmaterial ab. In letzter Zeit wurden hier erhebliche Fortschritte erzielt, so dass wir mit der kontaktlosen Karte
mittlerweile geringere Ausfallquoten erzielen, als mit den anderen Kartentypen. Systeme auf der Basis von kontaktlosen Karten sind besonders servicefreundlich, denn die Leser
enthalten keine mechanisch beweglichen Teile und die Verschmutzung der Karten und der Lesegeräte spielt keine wesentliche Rolle für den störungsfreien Betrieb.
In letzter Zeit häufen sich Berichte über technische Verfahren zur Rekonstruktion der
geheimen Schlüssel, wodurch es theoretisch möglich ist, Karten zu kopieren. Abgesehen davon, dass diese Verfahren recht kompliziert und nur für Spezialisten realisierbar sind,
brauchen Sie bei unseren innerbetrieblich eingesetzten Systemen keine Manipulation fürchten. Ein zusätzliches Sicherheitskonzept unter Einbeziehung der festen Seriennummer
der Karte in Kombination mit einer proprietären Datenverschlüsselung bietet einen wirksamen zusätzlichen Schutz. Darüber hinaus können bei transaktionsbasierter Speicherung der
Daten Manipulationen jederzeit aufgedeckt und strafrechtlich verfolgt werden. Sofern Sie dennoch ein System mit einem höheren Sicherheitslevel neu erwerben möchten oder an eine
sanfte Migration denken, bieten wir Ihnen hierfür die Mifare Desfire EV1 Technologie mit Verschlüsselung nach dem allgemein als sehr sicher eingestuften Advanced Encryption
Standard (AES 128-bit) an.
Sie können die Mifare-Karte selbstverständlich mit Ihrem eigenen Firmenlogo bedrucken
lassen. Es gilt das, was bereits zu anderen Kartentypen gesagt wurde. Die kontaktlose Chipkarte kann mit einem Magnetstreifen, einem Unterschriftsfeld, einem kontaktbehafteten
Chip oder einem induktiven System kombiniert werden. Mifare Classic Datenträger verfügen bereits ab Werk über 16 Segmente und müssen daher nicht nochmals segmentiert werden.
Um die Karten im CashCard System verwenden zu können, müssen diese aber noch über die CashCard Codierstation grundcodiert werden. Dabei wird gleichzeitig jede Karte einzeln auf Funktion geprüft.